Interner Bereich
Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Niedersachsen
Qualitätshandwerk mit Traditionsbewusstsein

Auszubildender des Monats in Ostfriesland

 

Glück zum Anfassen

Mareike Körte ist Lehrling des Monats Oktober der Handwerkskammer für Ostfriesland.

 
Ostfriesland. Schornsteinfeger und Schornsteinfegerinnen sind bekanntlich Glücksbringer. Zu diesen gehört auch Mareike Körte aus Rhauderfehn. Wenn sie in ihrem schwarzen Kehranzug – die traditionelle Bekleidung einer Schornsteinfegerin – unterwegs ist, wird sie oft von Kunden oder Passanten angesprochen und gefragt, „ob sie den Anzug einmal anfassen dürfen“. Die 27-Jährige ist derzeit Auszubildende im dritten Lehrjahr im Schornsteinfegerbetrieb Friedrich Lüpkes in Leer. Ob beim Kehren der Schornsteine oder dem Überprüfen von Rauchmeldern, die junge Handwerkerin lebt das Image des Schornsteinfegers und geht ihrem Beruf mit voller Leidenschaft nach. Von der Handwerkskammer für Ostfriesland ist sie jetzt zum Lehrling des Monats ausgezeichnet worden.
 
Dirk Bleeker, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, hat Mareike Körte bei ihrer Arbeit hoch oben, über den Dächern Leers besucht. „Es ist wirklich toll, wenn junge Menschen so viel Leidenschaft und Talent für ihren Beruf entwickeln“, zeigte sich Bleeker beeindruckt und überreichte ihr eine Urkunde und einen Bildungsgutschein. Und auch Ausbilder und Betriebsinhaber Friedrich Lüpkes war voll des Lobes: „Ich finde es klasse, wie Mareike sich für ihr Handwerk engagiert. Das spüren auch die Kunden. Ich bekomme nur positive Rückmeldungen zu ihrer Arbeit“,  erklärte der Unternehmer.
 
Nach ihrem Realschulabschluss im Jahr 2010 begann Mareike Körte zunächst eine Lehre als Einzelhandelskauffrau, die sie 2013 auch erfolgreich abgeschlossen hat. „Eigentlich wollte ich aber schon immer ins Handwerk“, erinnert sich die gebürtige Ostfriesin. Durch eine gute Freundin – die ebenfalls Schornsteinfegerin ist – wird sie 2018 auf ihren heutigen Ausbildungsberuf aufmerksam und bewirbt sich bei mehreren Betrieben. Die Schornsteinfegerinnung Ostfriesland vermittelt ihre Bewerbung schließlich an Friedrich Lüpkes. Nach ein paar „Schnuppertagen“ steht für beide Seiten schnell fest: „Das passt!“
 
Dass sie mit Herzblut dabei ist, zeigt sich von Anfang an, denn noch vor dem Beginn ihrer Ausbildung absolviert sie die Fortbildung zur „Fachkraft für Rauchmelder“. Aber vor allem das klassische Kehren der Schornsteine zählt zu den Lieblingsaufgaben der 27-Jährigen. „Ich mag das typische Bild vom Schornsteinfeger und lebe die Tradition gerne weiter“, erklärt sie begeistert. Durch ihre sehr guten schulischen Leistungen hat sie sich außerdem die Teilnahme an einem Lehrlingsaustausch mit Österreich im kommenden Jahr gesichert. Und auch den Blick in die Zukunft hat die zielstrebige Handwerkerin bereits gewagt: „Nach meiner Ausbildung möchte ich noch eine Zeit lang Erfahrungen sammeln und dann den Meistertitel angehen. Das Endziel soll schließlich die Selbstständigkeit sein.“
 
Der Schornsteinfegerbetrieb von Friedrich Lüpkes besteht seit über 28 Jahren. Zwei Vollzeit- und zwei Teilzeitkräfte bilden das Team rund um den 61-Jährigen. Zu den Dienstleistungen des Unternehmens gehören die klassischen Angebote wie das Kehren von Schornsteinen, die Überprüfung von Feuerungsanlagen und Rauchmeldern sowie die Gashausschau. Darüber hinaus bietet der Betrieb außerdem eine Energieberatung, vor allem im Zusammenhang mit dem individuellen Sanierungsfahrplan des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), an. Und auch die Baubegleitung von Ein- und Mehrfamilienhäusern, wenn es um eine finanzielle Förderung durch die KfW geht, sowie das Ausstellen von Energieausweisen gehören seit vielen Jahren zum Portfolio.
 
Mit der Ehrung zum Lehrling des Monats weist die Handwerkskammer für Ostfriesland auf die Chancen und Perspektiven einer Ausbildung im Handwerk hin. Jeder Betriebsinhaber kann einen Vorschlag einreichen. Ausschreibungsunterlagen gibt es unter www.hwk-aurich.de. Ansprechpartner Dieter Friedrichs ist erreichbar unter Telefon 04941 1797-58 oder per Mail d.friedrichs@hwk-aurich.de
 
Bild_LdM_Luepkes_Gruppe: Über den Dächern Leers: Ausbilder Friedrich Lüpkes (v.l.), Mareike Körte und stellvertretender Hauptgeschäftsführer Dirk Bleeker freuen sich über den Erfolg.
 
 

Triff das Glück 2020

Challenge „Triff das Glück“
Zugunsten brandverletzter Kinder

Die Challenge „Triff das Glück“ zum „Tag des Schornsteinfegers“ 2020 wird von dem Schornsteinfegerhandwerk Niedersachsen zugunsten des Vereins Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. durchgeführt. Wir Schornsteinfeger sind aus Tradition die Experten für den vorbeugenden Brandschutz und wissen aus Erfahrung, welche schlimmen Folgen ein Wohnungsbrand, insbesondere für Kinder, haben kann. Daher möchten wir den diesjährigen „Tag des Schornsteinfegers“ mit der Challenge und der Spendenaktion nutzen, um auf die Gefahren von Bränden aufmerksam zu machen und zeigen, was unser Handwerk bewegen kann. Bei der Reinigung von Abgasanlagen zur Vermeidung von Brandgefahren durch die Schornsteinfeger kommt traditionell der Leinenbesen zum Einsatz. Um dieses Kehrgerät dreht sich die diesjährige Challenge „Triff das Glück“. Hierbei nominieren sich die Schornsteinfeger aus Niedersachsen gegenseitig, mit ihrem Leinenbesen ein beliebiges Ziel, ob Zylinder, Pool, Basketballkorb oder Schubkarre, aus einer selbst gewählten Entfernung zu treffen, dieses zu filmen und anschließend für Paulinchen e.V. zu spenden.
 
Alle Videos und Informationen finden Sie unter: www.triffdasglück.de.

Hoher Sicherheitsstandard bei deutschen Heizungen

 

Schornsteinfeger beugen Kohlenmonoxid-Unfällen vor

 

 
Juni 2020. In regelmäßigen Abständen überprüft der Schornsteinfeger die Betriebs- und Brandsicherheit von Feuerungsanlagen. Wie wichtig diese grundlegenden Aufgaben sind, lässt sich an den Erhebungen des Schornsteinfegerhandwerks ablesen.
 
 
Im Jahr 2019 ergaben die Messungen der Schornsteinfeger, dass fast 110.000 Gasfeuerungsanlagen den vorgeschriebenen Kohlenmonoxid-Grenzwert von 1.000 ppm überschritten haben. Darüber hinaus wiesen fast 150.000 Gasfeuerungsanlagen einen Kohlenmonoxid-Gehalt zwischen 500 und 1.000 ppm auf. Bei diesen Feuerstätten wurde aus Sicherheitsgründen eine Wartung empfohlen. Anlagen mit einem Wert von über 1.000 ppm müssen verpflichtend gewartet und vom Schornsteinfeger nochmals überprüft werden. 
  
Eine Konzentration von über 1.000 ppm Kohlenmonoxid (CO) im Abgas kann bei Abgasaustritt lebensgefährlich sein. Das toxische Gas ist unsichtbar, geruchsneutral und damit so gut wie nicht wahrnehmbar. 
  
Zu den Ursachen für eine erhöhte CO-Konzentration im Abgas zählen technische Defekte, Verschmutzungen, fehlende Verbrennungsluft oder versperrte Abgaswege.  
Eine beginnende CO-Vergiftung äußert sich unter anderem durch Kopfschmerzen, Benommenheit und Übelkeit. Im Verdachtsfall sollten die Bewohner sofort das Gebäude verlassen und den Notruf wählen. 
  
Der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks empfiehlt die Einhaltung der Überprüfungsintervalle und eine regelmäßige Wartung. CO-Warnmelder können als ergänzende Sicherheitsmaßnahme installiert werden. Wichtig ist die Qualität des Warnmelders sowie eine fachgerechte Montage nach Herstellerangaben. 
 
Mehr Informationen zum Handwerk sowie Presseinformationen und Bildmaterial zum Download finden Sie unter www.schornsteinfeger.de
 

Bundesverbandstag abgesagt

Schornsteinfeger sagen 136. Bundesverbandstag in Lübeck
ab / Delegiertenversammlung verschoben

Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks in Absprache
mit dem Landesinnungsverband Schleswig-Holstein dazu entschlossen, seine Veranstaltung vom 16. bis 19. Juni 2020 in Lübeck abzusagen.
Mehrere Hundert Teilnehmer und Gäste aus dem In- und Ausland werden jedes Jahr zum Bundesverbandstag mit Delegiertenversammlung, Fachmesse und Festveranstaltung erwartet.
Um deren Gesundheit nicht zu gefährden, verzichtet das Handwerk erstmals auf seine wichtigste überregionale Veranstaltung, die in diesem Jahr in Schleswig-Holstein stattfinden sollte.
Auch der geplante Empfang der Glückstour in Lübeck entfällt. Der Bundesverbandstag stellt traditionell die letzte Etappe der Glückstour dar, bei der Radfahrer fast tausend Kilometer für einen guten Zweck zurücklegen.
Nach jetzigem Stand wird die Delegiertenversammlung des Bundesverbandes auf den 02.September 2020 verschoben. Ob sie als Präsenzveranstaltung oder in Form einer Videokonferenz durchgeführt wird, gibt der Verband rechtzeitig bekannt.
Mehr Informationen zum Handwerk sowie Presseinformationen und Bildmaterial zum Download finden Sie unter www.schornsteinfeger.de

Ministerpräsident als Schornsteinfeger

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil war ein Tag als Schornsteinfeger in Braunschweig unterwegs.

In der Veranstaltungsreihe "Arbeit und Dialog" besucht der Ministerpräsident regelmäßig verschiedene Berufe. Der Ministerpräsident konnte jetzt im Kehrbezirk von Detlef Bade auf einem Restaurantdach Erfahrungen als Schornsteinfeger in Zunftkleidung mit Kehrgerät und Zylinder sammeln.
Zusammen mit den Schornsteinfegermeistern Detlef Bade, Markus Steuer und Christian Malak überprüfte Stephan Weil eine Heizungsanlage und ging zum Kehren eines Schornsteins in luftige Höhe.
"Schön wie positiv man als Schornsteinfeger wahrgenommen wird" sagte er. Einige Passanten wollten unbedingt Fotos mit den Schornsteinfegern machen, sie erkannten den Ministerpräsidenten dabei nicht.
Nach der Arbeit mit Messen und Kehren fand am Abend ein öffentlicher Dialog mit dem Regierungschef statt.
 
Bilder: Pressestelle Staatskanzlei und DPA
Bildlegende Bild unten von links:
Detlef Bade (Bezirksschornsteinfeger und Präsident der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade)
Auszubildender Lars Müller im Betrieb Bade
Ministerpräsident Stephan Weil
Markus Steuer (Öffentlichkeitsarbeit Innung Braunschweig)

Das Bildungs- und Innovationszentrum im Schornsteinfegerhand

 

Neubauvorhaben im Wissenschafts- und Technologiepark Hannover / Hollerithallee (Marienwerder)

 

 
Die Schornsteinfegerschule Niedersachsen e.V. hat 1972 ihren Betrieb am jetzigen Standort in Langenhagen, Konrad-Adenauer-Straße 7, aufgenommen. Mitte der achtziger Jahre wurde eine Aula mit verschiedenen Gruppenräumen und Lehrerzimmern angebaut. 
 
Der Standort ist Sitz
 


Der Schornsteinfegerschule Niedersachsen e.V.,


Des Landesinnungsverbandes für das Schornsteinfegerhandwerk Niedersachsen,


Der Gesellschaft für Bildung und Forschung im Schornsteinfegerhandwerk mbH (GBFS-mbH), (Gesellschafter ist die Schornsteinfegerschule Niedersachsen e.V.), und


Der Prüfstandsgesellschaft mbH (Gesellschafter ist der Landesinnungsverband Niedersachsen). 


 
Der Verbund beschäftigt 27 hauptamtliche Mitarbeiter und ca. 70 nebenberufliche Dozenten für die unterschiedlichen Aus- und Weiterbildungsangebote und ist der mit weitem Abstand größte branchenspezifische Anbieter im norddeutschen Raum und eine der vier größten Einrichtungen bundesweit. Durch die steigende Nachfrage und die zusätzlichen Lehrgangsinhalte (Kontrollierte Wohnraumlüftung – KWL und Raumlufttechnische Anlagen – RLT) reichen die vorhandenen Raumkapazitäten weder aus quantitativer noch in qualitativer Sicht aus. 
 
Seit Mitte 2018 wird eine Außenstelle in Hannover im Entenfangweg mit einer Fläche von über 1000 qm als Institut für Gebäudelüftung und Digitalisierung gGmbH i.G. betrieben. Die beschriebenen Maßnahmen sind notwendig, weil das Schornsteinfegerhandwerk, wie viele andere Branchen auch, vor einem seiner größeren Transformationsprozesse steht. Aktuell hat das Schornsteinfegerhandwerk die höchsten Umsätze, in seiner über 300-jährigen Geschichte, mit zweistelligen Zuwächsen seit dem Jahr 2012. Die geplanten Klimaschutzziele der Bundesregierung und die damit einhergehende Dekarbonisierung in der Energiewirtschaft und damit auch im Gebäudebestand werden aber mittelfristig, in den nächsten 10-15 Jahren, zu ersten spürbaren Umsatzeinbüßen führen. Aktuell wird der Großteil des Umsatzes im Schornsteinfegerhandwerk mit Sicherheits- und Immissionsschutzprüfungen an Feuerstätten mit fossilen Brennstoffen erzielt. Zu den ausbaufähigen Geschäftsfeldern des Schornsteinfegerhandwerks zählen wir die Schwerpunktbereiche Energiedienstleistungen sowie Wartung, Reinigung und Überprüfung von Lüftungsanlagen. Die fachliche Expertise und die Unabhängigkeit des Schornsteinfegers machen ihn hier schon jetzt zu einem bevorzugten Ansprechpartner für Hauseigentümer. 
 
Die acht Schornsteinfegerinnungen des Landes Niedersachsen mit ihren 862 Betrieben sowie der Landesinnungsverband für das Schornsteinfegerhandwerk in Niedersachsen sind die Vereinsmitglieder der Schornsteinfegerschule Niedersachsen e.V. (im Folgenden: Schule). Aufgrund umfassender Modernisierungsmaßnahmen ist der Neubau eines Bildungs- und Innovationszentrum im Schornsteinfegerhandwerk mit angegliederten Lüftungsinstitut im Wissenschaftspark Hannover/Marienwerder in der Hollerithallee geplant. Hierbei soll die Gesellschaft für Bildung und Forschung im Schornsteinfegerhandwerk mbH (im Folgenden: GBFS-mbH), als 100%ige Tochter der Schule, die Bauherrin und Eigentümerin des Bildungs- und Innovationszentrums werden. 
 
Geplant ist derzeit, dass sich als Mieter in dem Innovationszentrum die Schule, die Prüfstandsgesellschaft mbH, das Institut für Gebäudelüftung und Digitalisierung gGmbH i.G.  und der Landesinnungsverband Niedersachsen ansiedeln. In dem neuen Bildungszentrum wird die GBFS-mbH zukünftig Fortbildungen für die Erwachsenenbildung in den Bereichen Lüftung, Energiedienstleistungen, Immissionsschutz und Brandschutz anbieten. Des Weiteren ist vorgesehen, dass die Schule ihre bisherigen angebotenen Fort- und Weiterbildungslehrgänge, Vorbereitungskurse für die Meisterprüfung und die schulische Ausbildung in dem geplanten Bildungszentrum als Mieterin durchführt. Die Unterbringung erfolgt im hauseigenen Internat. Auch die Versorgung mit Essen ist am neuen Standort durch eine hauseigene Mensa sichergestellt. Für das künftige Institut für Gebäudelüftung und Digitalisierung gGmbH i.G., ebenfalls als Mieterin am Innovationszentrum vorgesehen, ist ein Trainingsgebäude (Haus im Haus) mit Ausstellungsfläche und speziellen Informations- und Weiterbildungsangeboten geplant. Als weitere Mieter sind die Prüfstandsgesellschaft und der Landesinnungsverband Niedersachsen vorgesehen. 
 
Bildlegende von links bei der Ausstellungseröffnung in Hannover:
 
Andreas Zunft (Sachgebietsleiter Planung Nord)
 
Stephan Langer (Landesinnungsmeister im Landesinnungsverband für das Schornsteinfegerhandwerk in Niedersachsen)
 
Karin Kellner (freischaffende Architektin und Preisrichterin. 
 
Im Hintergrund der Plan des neuen Bidungsinstitutes.
 

Tagung der Funktionsträger Brandschutz in Langenhagen

 

Vom 17. - 18.10.2019 fand die erste Tagung der Schornsteinfeger, die eine Führungsposition in der Freiwilligen Feuerwehr ausüben, statt.

 

 
Eingeladen hatte unser Landesbeauftragter für Brandschutz Andreas Walburg. Die Begrüßung fand durch den Landesinnungsmeister Stephan Langer statt.
 
Grußworte überbrachten Klaus-Peter Bachmann (Vizepräsident des Nds. Landtags a.D. und Vorsitzender Beirat Landesfeuerwehrverband) und der Kollege Thomas Ruß (Kreisbrandmeister und Organisator der Interschutz 2020 - Projektbetreuung und Öffentlichkeitsarbeit vom Landesfeuerwehrverband Niedersachsen)
 
Thomas Ruß berichtete von den bisherigen Vorbereitungen zur Interschutz 2020 und den geplanten Aktivitäten (z.B. Blaulichtkorso und Oldtimerausstellung) die drum herum geplant sind.
 
Auch der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks hat mit Unterstützung durch den LIV Niedersachsen einen Stand auf der Interschutz. Seit jeher ist das Schornsteinfegerhandwerk sehr eng mit den Themen vorbeugender Brandschutz und Gefahrenabwehr betraut.
 
Ziel dieser Tagung war die Entwicklung eines Arbeitskreises Brandschutz auf Landesebene.
 

Landesinnungsverbandstag 2019

Landesinnungsverbandstag 2019 in Bad Lauterberg

 
Landesinnungsverbandstag 2019 in Bad Lauterberg (LIV Tag) unter dem Motto:
 
„Nie mehr wird der Fortschritt so langsam sein – wie heute!“
 
Zu unserem Landesverbandstag werden traditionell Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Handwerk geladen.
 

Der Landesinnungsverband für das Schornsteinfegerhandwerk in Niedersachsen besteht aus 8 Innungen mit insgesamt 860 Mitgliedsbetrieben. Die Mitgliedsdichte des Schornsteinfegerhandwerks beträgt 97 Prozent. In diesem Jahr fand der LIV - Tag und die Mitgliederversammlung im Innungsbereich Südniedersachsen statt. Austragungsort war Bad Lauterberg im Harz.
 
Der Bürgermeister der Stadt Bad Lauterberg Dr. Thomas Gans war sehr erfreut so viele Glücksbringer in seinem Heimatort begrüßen zu können. Gans stellte die Vorzüge vom Harz dar und wünschte der Versammlung einen harmonischen Verlauf und ein bisschen Zeit um Bad Lauterberg kennenzulernen.
 
Oswald Wilhelm (Bundesinnungsmeister des Schornstein unterstrich in seinem Grußwort, dass die ca. 8000 Betriebe, 21900 Mitarbeiter und 1800 Abzubildende im Schornsteinfegerhandwerk gerade in der heutigen Zeit die Spezialisten in Sachen Umweltschutz sind. Und das flächendeckend in fast allen Haushalten.
 
Wilhelm sprach das Problem Kohlenmonoxid an: Bis Ende April gab es in Deutschland durch CO 14 Tote und 60 Verletzte. Das hört sich viel an, aber im benachbarten Ausland liegen die Zahlen um ein vielfaches höher. Das ist ein großer Verdienst der Schornsteinfeger, die durch wiederkehrende Kontrollen und Überprüfungen schlimmeres verhindern.
 
"Perspektiven des Schornsteinfegerhandwerks im klimaneutralen Gebäudebestand." So lautete das Thema des Fachvortrages von Diplom Physiker Klaus Lambrecht, der selber gelernter Schornsteinfeger ist.
 
Der klimaneutrale Gebäudebestand ist eine gesellschaftliche Herausforderung, Der Eigentümer muss informiert und mitgenommen werden. Der SF hat den direkten Kontakt und ein absolut positives Image bei den Hauseigentümern. Das Potential von Seiten der Bundesregierung ist da: Der Sanierungsplan zur Einsparung in der BRD sieht vor, dass ca. 170.000 Gebäude pro Jahr saniert werden müssten um das gesteckte Ziel zu erreichen. Dafür sind 8.000 Energieberatungen nötig.
 
In Deutschland gibt es ca. 5 Mio Ölheizkessel und 9,1 Mio Gasheizkessel. Davon sind über 50 % älter als 20 Jahre. Es gibt insgesamt ca. 20 Millionen Heizkessel in der BRD, pro Jahr werden ca. 700.000 Kessel gegen moderne Heizungsanlagen getauscht. Das ergibt aber eine Sanierungszeit von fast 29 Jahren!
 
Insgesamt zeichnet Lambrecht eine sehr gute Perspektive für unser Handwerk auf, wobei die qualifizierte Nachwuchsgewinnung auch in unserem Handwerk nicht vernachlässigt werden darf.
 
Das Schlusswort des Landesverbandstages sprach Heinrich Brand, stv. Landesinnungsmeister. Der Schornsteinfeger nimmt als “Glücksbringer” in unserer Gesellschaft eine positive Stellung ein. Es ist die einheitliche Philosophie unserer Organisation, dieses positive Bild, welches sich auch in unserem Slogan                                      “Zum Glück gibt`s den Schornsteinfeger“, widerspiegelt.
 

Vorsicht Dohlen!

Schornsteine beliebtes Ziel der Rabenvögel

 
Wenn Dohlen in Schornsteinen nisten, ist das Leben der Hausbewohner in Gefahr. Auch die Vögel erleben in diesen Tagen ihren Frühling. Die Rabenvögel suchen sich leider allzu oft Schornsteine aus, um dort ihre Nester zu bauen.
 
„Es interessiert Dohlen wenig, dass durch die Schornsteine eigentlich die Abgase abziehen sollen“, warnt Jens Wagener, Pressesprecher des Landesinnungsverbandes für das Schornsteinfegerhandwerk Niedersachsen. Die Dohlen werfen Zweige in den Schacht. Wo sie sich verfangen, wird weitergebaut. Und damit nimmt das Unglück seinen Lauf: Der Schornstein ist in der Regel seiner Funktion beraubt. Das größte Problem besteht darin, dass die Betreiber der Gas- oder Ölheizung davon oft nichts mitbekommen. Also läuft die Feuerstätte weiter, die Gase treten im Aufstellraum aus. Dies kann zu einer Kohlenmonoxid-Vergiftung führen, die oftmals tödlich endet. Kohlenmonoxid, das bei der erneuten Verbrennung der Abgase entsteht, blockiert den Sauerstofftransport im Blut und führt im schlimmsten Fall zum Ersticken.
 
Bei den Kontrollgängen der Schornsteinfeger wird das Nistmaterial oft eimerweise zutage gefördert. „Die Dohlen werfen Stöcke, Moos, Gras, Papiertaschentücher, Silvesterraketen oder sogar Getränkedosen in den Schornstein hinein – alles, was sie finden können“, berichten die Schornsteinfeger. Das Nest ist so stabil, dass die Schornsteinfeger mit dem Entfernen meistens viel Arbeit haben. Ohne Spezialwerkzeuge läuft nichts: Zum Einsatz kommen sogenannte „Harpunen“, mit Widerhaken besetzte Speerspitzen, um das Material herauszubekommen. Oder es werden schwere Eisenkugeln an der Kehrleine von oben in den Schornstein geworfen, um das Nest nach unten zu drücken. Bei Schornsteinen, die nicht gerade, sondern winkelig gemauert sind, kann das schon einmal ein paar Stunden in Anspruch nehmen.
 
Wenn ein reger Flugbetrieb der Tiere in Schornsteinnähe beobachtet wird und im Schornstein bereits Nistmaterial liegt, sollte unbedingt der zuständige Schornsteinfeger verständigt werden. Der Landesinnungsverband appelliert auch an die intakte Nachbarschaft: „Meistens schaut man auf den Schornstein des Nachbarhauses und nicht auf seinen eigenen“, sagt Jens Wagener. Die Montage eines Dohlengitters ist ein zuverlässiger Schutz. Die Dohle (Coloeus monedula) ist ein über Europa verbreiteter taubengroßer, schwarzer Rabenvogel mit grauem Kopf. Die geschützte Dohle nistet unter anderem gesellig auf Türmen, in Baumhöhlen oder in Schornsteinen. Das Weibchen legt etwa fünf bis sechs Eier.
 

Berufsbildung

Beruf Schornsteinfeger

Infos zur Berufsbildung
im Schornsteinfegerhandwerk

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