Interner Bereich
Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Niedersachsen
Qualitätshandwerk mit Traditionsbewusstsein

Aktionsbündnis Freie Wärme Niedersachsen gegründet

Aktionsbündnis Freie Wärme Niedersachsen gegründet

Bürgerinformation und konstruktiver Dialog mit Landes- und Kommunalpolitik im Fokus

Langenhagen, 20.07.2021 – Städte und Gemeinden verhängen meistens im Umfeld von Nah- und

Fernwärme so genannte Anschluss-, Benutzungszwänge und Verbrennungsverbote, wenn es um

Neubau- oder Sanierungsgebiete geht. Wenn Bürger davon betroffen sind, dann dürfen sie ihre

Heizungstechnik und die zugehörigen Energieträger nicht frei wählen. Verbraucherschützer

sprechen in solchen Fällen von „gefangenen Kunden“ in den Wärmenetzen, die in der Regel nur

von einem Anbieter als Monopole geführt werden. Das heute neu gegründete Aktionsbündnis Freie

Wärme Niedersachsen, das sich aus Innungsverbänden, Industrieunternehmen, Groß- und

Einzelhandelsunternehmen der Wirtschaftsbereiche Heizungs-, Ofen- und Kachelofenbau,

Schornsteinfegerhandwerk, Abgastechnik sowie Energiehandel zusammensetzt, lehnt solche

kommunalen Eingriffe in einen freien Wettbewerb kategorisch ab. Die Akteure setzen sich

stattdessen technologieoffen für moderne, individuelle Heizungs- und Ofentechnik mit hohen

Wirkungsgraden sowie das Recht der Verbraucher ein, sich unabhängig und frei für das optimale

Heizsystem entscheiden zu können. Hierzu gehören unter Einbindung erneuerbarer Energien wie

z. B. Solarthermie, CO2-neutralem Holz, Photovoltaik, Synthetik- und Biobrennstoffen etc.

hocheffiziente Öl- und Gasheizungen ebenso wie Holz- und Pellet-Systeme, Wärmepumpen,

KWK-Systeme, Kamin- und Kachelöfen sowie Abgassysteme. Nah- und Fernwärme zählen für die

Bündnispartner ebenso dazu, wenn sie für die Bürger frei wählbar und wirtschaftlich sind.

„Zentrale Wärmenetze können unter bestimmten technischen Voraussetzungen und mit

entsprechend hohen Abnehmerzahlen ein Lösungsansatz sein, aber sie sind dadurch nicht

automatisch ökologischer und ökonomischer als moderne, individuelle Heizungs- und

Ofensysteme unter Einbindung erneuerbarer Energien“, sagt Stephan Langer,

Landesinnungsmeister des Schornsteinfegerhandwerks und einer der Sprecher des

Aktionsbündnisses Freie Wärme Niedersachsen. Über all die zu berücksichtigenden Nachteile und

Risiken bei der Installation monopolistisch geprägter Nah- und Fernwärme will man einerseits die

Bürger informieren, aber auch mit der Kommunalpolitik in einen offenen und konstruktiven Dialog

treten. Einer der zentralen Kritikpunkte des Bündnisses ist, dass über die kommunalen

Zwangsvorgaben – etwa durch eine Satzung in einem Wohn- und Baugebiet – der freie

Wettbewerb komplett ausgehebelt wird und daher nicht stattfindet. In der Regel, um die Umsetzung

und Wirtschaftlichkeit des Wärmenetzes überhaupt sicherzustellen.

„Wenn Anschluss-, Benutzungszwänge und Verbrennungsverbote verhängt sind, verlieren die

Bürger die Möglichkeit, ihr Gebäude mit individuell zugeschnittener Heizungstechnik ausrüsten zu

können. Diese kann klimafreundlicher, kostengünstiger und zudem auf die eigenen Bedürfnisse

zugeschnitten sein“, sagt Jürgen Engelhardt, Geschäftsführer und Referent Technik beim

Fachverband SHK Niedersachsen. Auch der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) kritisierte

unlängst den Fernwärmemarkt wiederholt sehr scharf als einen „der letzten unregulierten

Monopolmärkte in Deutschland“ mit weitestgehend veralteten, nicht verbraucherorientierten

Regelungen (Link). Weitere Nachteile der Wärmenetze sind lange Vertragslaufzeiten, selten

Alternativen, Kündigungs- und Wechselmöglichkeiten, Kostenabhängigkeit bei nicht selten

höheren Belastungen, mangelnde Preistransparenz.

Da es selten Alternativanbieter, also Wechsel- bzw. Kündigungsmöglichkeiten für die

Wärmekunden gibt, kann ein freier Wettbewerb mit der besten Lösung zu Gunsten der Verbraucher

gar nicht stattfinden. Die meist hohen Investitions-, sowie Betriebs- und Wartungskosten werden

auf die Wärmekunden umverteilt. „Mit dem Einsatz und der ergebnisorientierten Kombination

effizienter Heizungs- und Ofentechnik mit erneuerbaren Energien wie z. B. CO2-freiem Holz,

Solarwärme, eigenem Solarstrom etc. verfügen wir über gute Lösungen, die den Energieverbrauch,

den CO2-Ausstoß und letztlich auch die Energiekosten senken helfen“, sagt Colin Rokossa,

Sprecher der Allianz Freie Wärme.

Die Gründungsmitglieder des Aktionsbündnis Freie Wärme Niedersachsen sind: Allianz Freie

Wärme, Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kachelofenwirtschaft e. V., Camina & Schmid

Feuerdesign und Technik GmbH & Co. KG, Fachverband Sanitär-, Heizungs-, Klima- und

Klempnertechnik Niedersachsen, Hagos eG, Landesinnungsverband des

Schornsteinfegerhandwerks Niedersachsen, UNITI Bundesverband mittelständischer

Mineralölunternehmen e.V., Wienerberger GmbH.

Aktionsbündnis Freie Wärme Niedersachsen

Das Aktionsbündnis Freie Wärme Niedersachsen ist ein Zusammenschluss aus Innungsverbänden,

Industrieunternehmen, Groß- und Einzelhandelsunternehmen der Wirtschaftsbereiche Heizungs-,

Ofen- und Kachelofenbau, Schornsteinfegerhandwerk sowie Energiehandel. Die Akteure setzen

sich technologieoffen für moderne, individuelle Heizungs- und Ofensysteme und das Recht der

Verbraucher ein, sich unabhängig und frei für das optimale Heizsystem entscheiden zu können. Hierzu

gehören unter Einbindung erneuerbarer Energien wie Solarthermie, CO2-neutralem Holz,

selbsterzeugtem Strom und synthetischer Brennstoffe hocheffiziente Öl- und Gasheizungen ebenso wie

Holz- und Pellet-Systeme, Wärmepumpen, KWK-Systeme, Kamin- und Kachelöfen sowie

Abgassysteme. Nah- und Fernwärme zählen ebenso dazu, wenn sie für die Bürger frei wählbar und

wirtschaftlich sind.

Aktionsbündnis Freie Wärme Niedersachsen

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